Einst zog es die Menschen in die Stadt. Dort leben zu können erschien verheißungsvoll, da alles an den vorhandenen Bedürfnissen an diesem Ort gestillt werden konnte. Die Denkweise, alles was als nötig empfunden, war wurde hier vorzufinden. Egal ob es um die unzähligen Angebote des Einzelhandels oder sonstigen Einrichtungen ging, hier schien es alles in einer traumhaften Vielzahl zu geben. Keine lange Wege mehr und immer am schnellen Puls der Großstadt erschien lange Zeit so ideal. Ein großer Reiz stellte auch die Anonymität dar, denn hier wurde nicht jeder Schritt von anderen Mensch sogleich registriert.
Doch Leben bedeutet Bewegung und Wandel, offen sein für Neues. Was gestern noch als Lebensziel galt, kann schon kurze Zeit später nicht mehr gelebt werden wollen. Ereignisse, Erfahrungen und auch das Schicksal hinterlässt Spuren, welche unsere Träume und Ziele mit bestimmen. In Folge dessen stellen sich Veränderungen in der eigenen Lebensplanung ein. Wie so oft werden neue Wege beschritten, die jedoch für eine bessere Lebensqualität sorgen können.
Manches was früher einmal eher belastend empfunden wurde, kann im Laufe weiterer Zeit viel an Bedeutung gewinnen. Ehemals auf dem Land inmitten der Natur aufgewachsen, präsentierte sich diese Schönheit der Landschaft als Selbstverständlichkeit. Leider wurde diese Abgeschiedenheit als hinderlich empfunden und so begann eine vermehrte Landflucht. So manche kleine Dörfer wurden fast nur noch von den alten Generationen bevölkert, da es die Jugend in die Stadt zog.
Der Trend in eine Stadt zu flüchten ist nicht mehr das aktuelle Denken. Ein Zurück zu der Natur wird heute immer mehr angestrebt, um im Einklang mit ihr leben zu können. Eingebettet in das Grüne, erscheinen Dörfer und Stadtrandgebiete verlockend, um sich die nötige Auszeit nehmen zu können.
Ruhige Wohngebiete, Dörfer ohne großartige Landwirtschaft erscheinen verlockend. Vielleicht sogar die Möglichkeit sich das eine oder andere Nutztier für den Eigenbedarf halten zu können. Auch ein Hund oder eine Katze wäre ein schöner Gedanke, was in einer Stadt nicht immer realisierbar ist. Das Zurück in ein bewussteres Leben inmitten der Natur, kann als Stadtflucht tituliert werden, auch als „Suburbanisierung“ benannt. Es darf sogar von einer höheren Lebenserwartung ausgegangen werden. Ständiger Stress gleicht einer Vergewaltigung an Körper und Seele, aber dem kann so entflohen werden.
Naturverbundenheit und der Wunsch nach einem entschleunigten Leben haben einen neuen, aber sehr erfolgreichen Trend entstehen lassen. Dieser Trend zeigt sich auch in einer bewusst gesünderen Ernährung. In der Summe ist Suburbanisierung eine neue Lebenseinstellung, welche den Menschen wieder den Blick für das Wesentliche bietet.
In den Medien wird der Wertewandel mit vielen positiven Beiträgen unterstützt. Einige Krankheiten können mit einem langsameren Lebenstempo sogar geheilt werden. Hoher Blutdruck und psychische Erkrankungen entstehen oft durch zu viel Stress, wenn das Tempo zu schnell ist .Ein Leben im Einklang mit der Natur wird von Presse und TV propagiert, da mit dieser neuen Lebensweise ein mehr an Glück und Zufriedenheit gefunden wird.
Die bestehenden Arbeitsplätze werden hier in der Mehrzahl weiterhin in der Stadt vorzufinden sein. Der größere Zeitaufwand durch das Pendeln zum Arbeitsplatz ist jedoch ein Preis, den man wirklich gerne für dieses neue Lebensgefühl bezahlt.